Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie hat SKAGEN im vergangenen Jahr mit 18 Unternehmen einen Dialog zur Einhaltung von ESG-Grundsätzen geführt. Dabei lag der Schwerpunkt auf asiatischen Unternehmen und speziell auf Südkorea. Südkorea ist praktisch seit der Gründung von SKAGEN ein Anlageschwerpunkt des Portfolios. Für Value Investoren hat der sogenannte „Korea-Rabatt“ – die geringere Marktbewertung südkoreanischer Unternehmen aufgrund ihrer Herausforderungen bei Corporate Governance-Themen – durchaus eine Rolle gespielt. Im vergangenen Jahr wurden wir Zeugen einer interessanten Wende in Südkorea, denn der dortige Nationale Pensionsfonds (NPS) hat für alle seine Investitionen Minimalkriterien in Bezug auf ESG aufgestellt.
Samsung Electronics ist eine unserer bedeutendsten und ältesten Anlagen und wir haben schon vor mehr als 20 Jahren in das Unternehmen investiert. Im Laufe der Zeit haben wir viele Dialoge mit dem Unternehmen geführt, vor allem in Bezug auf die Rechte der Minderheitenaktionäre, aber auch zur Verbesserung der Transparenz und Kommunikation mit den Aktionären. Infolge eines Korruptionsskandals und der Unterdrückung der Bildung von Gewerkschaften haben wir Samsung im vierten Quartal 2018 auf unsere Beobachtungsliste gesetzt. Wir stuften die Vorwürfe als schwerwiegend ein und sahen darin auch ein systematisches Fehlverhalten.
Im Jahresverlauf 2019 hat SKAGEN vier Mal mit dem Unternehmen Gespräche geführt – drei Mal persönlich und einmal in einer Telefonkonferenz. Dabei konnten wir feststellen, dass Samsung verstanden hat, wie wichtig ESG für Investoren ist. Wir sehen auch Verbesserungen bei den angesprochenen Missständen, möchten aber noch weitere Fortschritte sehen, bevor wir das Unternehmen von der Beobachtungsliste nehmen können. Als positive Entwicklungen stufen wir ein, dass politische Zuwendungen nun nur noch nach Zustimmung des Aufsichtsgremiums erfolgen können, die Rollen des Chairman und des Vorsitzenden des Kontrollorgans getrennt und Kapitalverflechtungen entzerrt wurden. Allerdings möchten wir auch klare Fortschritte bezüglich des Verhältnisses des Unternehmens zu seinen Arbeitnehmern sehen.
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Über Alexandra Morris:
Alexandra Morris ist seit September 2016 Investment Director bei SKAGEN Funds. Als Leiterin des Investment-Teams ist sie für die Anlageentscheidungen und Ergebnisse aller SKAGEN Fonds-Teams verantwortlich. Alexandra hat in mehr als 20 Berufsjahren vielfältige Erfahrungen in der Investmentbranche gesammelt - als Portfoliomanagerin, als Broker, als Investor Relations Director genauso wie als Investment Director. Alexandra ist CFA-diplomierte Finanzanalystin und hat an der Universität St. Gallen in der Schweiz studiert. Sie besuchte auch die International Management School von Nycomed.
Über SKAGEN Funds:
SKAGEN Funds ist eine norwegische Asset Management Boutique mit einer langen und erfolgreichen Tradition im aktiven Management von Aktienfonds. Das Unternehmen wurde 1993 gegründet und hat seinen Sitz in Stavanger. Bis heute ist SKAGEN Funds zu einer der größten Fondsgesellschaften in Norwegen herangewachsen – mit rund 140.000 Kunden in Skandinavien und strategischer Ausweitung der Geschäftsaktivitäten in Europa. Vertreten in Deutschland durch SKAGEN AS – Zweigniederlassung Frankfurt, Barckhausstr. 1, 60325 Frankfurt (Gewerbe-Registernummer: 06412000). SKAGEN AS ist Teil der Storebrand Group und gehört zu 100 Prozent Storebrand Asset Management AS.
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